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Unwetter werfen Zug aus der Bahn

Spezial, 25.06.2016

Am Samstagmorgen entgleist am Rhein ein Regionalzug - 10 Verletzte

Am frühen Samstagmorgen ist am Rhein zwischen Oberwesel und Bacharach ein Regionalexpress der Deutschen Bahn entgleist. Dabei wurden 10 Menschen verletzt. Der Zug war auf der Strecke zwischen Koblenz und Frankfurt am Main unterwegs.

Schuld an der Entgleisung war offenbar ein Erdrutsch. Die Zugstrecke verläuft an der Unfallstelle auf der linksrheinischen Seite direkt unterhalb eines Steilhangs, von dem sich der Rutsch löste.

Schon vor einem Monat war an der Mosel ein Regionalzug in Folge schwerer Unwetter entgleist. Auch in diesem Fall führten schwere Regenfälle zu Erdrutschen, die die Gleise verschütteten. Verletzte gab es damals glücklicherweise keine.

Heftige Regenfälle (ab 50 l/m² in 24 Stunden) lassen den Wasseranteil im Boden erheblich ansteigen. Erreicht das Erdreich einen bestimmten Wassersättigungsgrad fällt die Scherfestigkeit des Hanges rapide ab und das Material beginnt als geschlossene Masse talwärts zu fließen.

In Gebirgsregionen, in denen viel Gesteinsschutt zur Verfügung steht, können sich im Zuge von Starkniederschlägen und der Schneeschmelze auch sogenannte "Muren" bilden. Diese fließen im Vergleich zu Erdrutschen wesentlich schneller talwärts und verfügen dadurch über ein enormes Zerstörungspotential.

Zumindest Erdrutsche sind auch in den kommenden Stunden nicht auszuschließen. Vor allem im Osten ist am Nachmittag mit großen Niederschlagsmengen zu rechnen. Die nächsten Tage versprechen dann jedoch eine leichte Besserung. Dennoch bleibt es eher unbeständig und wechselhaft.

 

 

  Lukas Nikolaus Melzer
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